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Kompost für den Balkon – 1 Jahr später

Die Tage sind wieder länger geworden, die erste Hitzewelle ist ausgeschwitzt und nun ist es wieder an der Zeit unseren Balkon als Hochgarten umzunutzen. Kristin hat sich Gedanken gemacht über die Pflanzen und hat bereits mit der Aussaat begonnen. Ich dagegen war daran interessiert, wie es unserem Kompost -Experiment ergangen ist.

Wer sich nicht mehr erinnern kann, findet hier einen Link zum Beginn des Kompost-Experiments. Ich hatte eine 50l-Tonne zu einem Balkonkompost umgebaut und wir haben sie den gesamten letzten Sommer bis in den Herbst hinein gefüttert. Zunächst waren wir erstaunt, wie viel in diese Tonne hineingeht. Über den Winter haben wir die Tonne mit einem Deckel verschlossen, dass die innere Wärme nicht so schnell entweichen kann.

Letztens haben wir den unteren Teil der Tonne geöffnet und was wir gesehen haben, zeigt folgendes Bild:

Erster Blick in unseren Balkonkompost: Unten sind die Stöcker für eine gute Belüftung, darüber Zeitungspapier, Erde und Eierschalen.

Der erste Blick war etwas enttäuschend. Zunächst sahen wir die Stöcker, die wir in den Boden als Belüftungsunterstützung gelegt hatten. Dazwischen steckten Papierreste, der Zeitungen, in denen der Kompost in der Küche gesammelt wurde. Gleichzeitig sollen die Zeitungen verhindern, dass es zu nasses Klima entsteht.  Zudem fanden wir Reste von Eierschalen und anderen schwer verrottbaren Materialien. Erst als wir mit einer Schaufel in das Innere vorstießen, entdeckten wir, was wir suchten: Erde!

Unsere eigene Erde

Es hatte sich im inneren Bereich schon Erde gebildet. Außerdem kreuchte und fleuchte es im Kompost von Bewohner, wie Tausendfüssler, Asseln und anderen Lebewesen, die das hineingeworfene Material verarbeiten. Es ist keine feine Baumarktgartenerde, aber welche, die wir auf unserem Balkon gemacht haben.

Was haben wir gelernt:

  1. Man kann eigene Erde auf dem Balkon gewinnen.
  2. Man kann in eine kleine Tonne viel Kompost unterbringen. Es lohnt sich nur bedingt eine riesige Tonne hinzustellen.
  3. Ein guter Kompost bedarf Pflege. Mit etwas Erde können die ersten Mikroorganismen angesiedelt werden. Die Feuchtigkeit kann man mit Wasser, Zeitungspapier und einer Ernährung steuern.
  4. Da diese Art von Kompost nicht ewig brauchen sollte, um alles zu Erde umzusetzen, sollte Material, was länger zum rotten braucht (Eierschalen), doch in den Hausmüll wandern.
  5. Die untere Öffnung sollte nach oben hoch genug sein, dass man nicht nur die Äste beim Öffnen hat.
  6. Wenn es ziemlich heiß draußen wird, ist der Kompost ein Fruchtfliegenparadies. Entweder ignoriert man die Fliegen oder versucht seinen Kompost mit einem Netz abzuschirmen. Stellt den Kompost aber nicht in die Nähe von Fenstern oder der Küche.
  7. Es ist nicht einfach den Kompost im Frühjahr umzuschichten, da es keinen Umschichtplatz (wie einen zweiten Kompost) gibt. Die feine Erde sollte von den unverrotteten Material getrennt werden. Dafür bräuchte man ein grobes Sieb.

Wir werden auf jeden Fall mit dem Komposten auf dem Balkon weitermachen und schauen, wie wir die angesprochenen Punkte umsetzen können, dass der Kompost auf kleinem Raum weiterhin nutzbar bleibt. Er hat uns im vergangenen Jahr auf jeden Fall geholfen unsern Hausmüll zu reduzieren und das ist schon ein schönes Ergebnis.

Falls es Fragen zum Komposten gibt oder zu anderen Themen rund um den Balkongarten, stehen wir gerne mit unseren Erfahrungen zur Seite.

Viele Grüße,
Gordian

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DSGVO – Eine ungewollte Herausforderung!

  1. Mareike

    Super cool, ihr kleinen Ökolöwen 🙂

    • Gordian

      Das macht auch echt viel Spaß. Wir haben heute mal weiter im Kompost gegraben und entdeckt, dass es voll gut läuft mit dem Kompostieren. Solltet ihr vlt. auch für euren Balkon versuchen…

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