Wenn man durch die weiten und flachen Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns streift, fällen die Helpter Berge kaum auf. Eigentlich handelt es sich um einen Höhenzug. Doch da uns die Umstände in die Uckermark verschlagen haben, mussten wir dem höchsten Punkt in Mecklenburg-Vorpommern einen Besuch abstatten.

Irgendwie hat man auf allen Autofahrten abseits der Autobahnen in Meck-Pom das Gefühl durch die Pampa zu gurken. Kleine Dörfer, viel Landwirtschaft, kaum Menschen auf den Straßen. Man sieht selten offene Cafès oder regen Betrieb. Man scheint unter sich zu bleiben. Das führt zu einem ruhigen Leben. Sehr ruhig.

Wenn man weiß, wo die Helpter Berge sind, kann man sie aus der Ferne erkennen, ansonsten ist es nur ein weiterer Höhenzug, der die Äcker trennt und dem Wald einen Rückzugsort schenkt. Immerhin werden sie im nahe gelegenen Woldegk ausgeschildert und selbst der Weg zum Gipfel ist beschildert. So findet man schnell seinen Weg in die luftige Höhe von 179m. Ein bisschen seltsam ist jedoch der gleich am Berg stehende Funkturm, der ungeniert den Berg um ein gutes Stück überragt. Der Berg zeichnet sich, wie die meisten Berge in den Küstenländern durch Ruhe aus. Allerdings ist man sich hier der Ernsthaftigkeit klar, mit der die tapferen Wanderer ihre Reise antreten.

Und so wird man oben mit einem Eintrag in das Gipfelbuch, das am Gipfelkreuz hängt belohnt. Sollte das unberechenbare Wetter mal umschlagen, kann man in der hölzernen Schutzhütte Zuflucht suchen. Bei gutem Wetter steht eine Bank zur Verfügung. Zu guter Letzt besitzt der Gipfel noch einen trigonometrischen Vermessungspunkt.

Fragt man die Einheimischen scheint schon seit längerem die Debatte zu sein, den Wald um den Helpter Berg zu roden und auf dem Gipfel eine Aussichtsplattform zu errichten, damit man bei gutem Wetter bis an das Stettiner Haff schauen kann. An sich keine schlechte Idee. Die Frage ist, ob die Dörfer mit den einströmenden Touristen klar kommen werden?

Bergpunkte 3/10

Das war der 10. Gipfel und wenn du Interesse hast, welche Gipfel wir noch erklommen haben, dann kannst du die vorherigen Eindrücke hier, hier und hier nachlesen.

Viele Grüße,

Gordian und Kristin