Winzig und Winzig. Beide Juli-Bücher trugen den gleichen Titel und waren winzig. Von außen und innen…Den beide Bücher illustrieren einen Trends, der nach Europa kommt. Bei steigenden Wohnungspreisen (innerhalb und nahe der Städte) und einem Bewusstsein für den eigenen Ressourcenverbrauch ist es nicht verwunderlich, dass sich einige Fragen: Brauchen wir das alles?

Winzig, Sandra Leitte, 2016 DVA

Aus dieser Bewegung hat sich die Idee des Tiny House entwickelt. Tiny Houses sind bewohnbare Miniaturhäuser. Sie sind dermaßen ausgelegt, dass sie auf einer möglichst kleinen Grundfläche eine „normale“ Wohnung abbilden. Dabei werden teils alte, teils neue Technologien und Ideen genutzt, um den Platzverbrauch zu optimieren und vielseitiger nutzbar machen. Vielen Konzepten wohnt die Idee inne, dass durch das Reduzieren des Wohnraumes, die Umgebung mehr zum genutzten Raum wird und dadurch der nutzbare Raum letztendlich wächst.
Dem Konzept der Tiny Houses plane ich später einen eigenen Artikel zu widmen (Update: Tiny House Artikel ist fertig).

Winzig, Mimi Zeiger, 2010 DVA

Ich werde hier ganz kurz die beiden Bücher besprechen. Winzig und Winzig sind kleine Architekturbücher von Mimi Zeiger und Sandra Leitte, die die Inspiration von kleinen Häusern in großen deskriptiven Fotos einfangen. Die Bilder werden durch einen ebenfalls kleinen (kurzen) Text ergänzt. Es sind Bücher um Eindrücke zu sammeln. Und das gelingt sehr gut. Nicht nur einmal entweicht einem ein sehnsüchtiger Seufzer oder packt einen die Lust selber sich ein kleines Häuslein zu bauen. Die Fotografien zeigen sowohl die Häuser von außen als auch innen, sodass ein umfangreicher Einblick möglich ist.

Für jemanden, der schon einen konkreten Plan hat und technische Unterstützung sucht, sind diese Bücher leider zu sehr Bildbücher. Sie bieten Platz zum Träumen, aber keine Grundrisse oder technische Hinweise. Es bleibt bei Interesse nichts weiter übrig, als mit den Architekten in Kontakt zu treten, deren Daten im Hinteren Teil gelistet sind. Ansonsten gibt es nicht viel zu lesen.

Witzigerweise sind es jene Arten von Büchern, die man in einem kleinen Haus nicht stehen hat, da sie Nutzraum wegnehmen, da man sie nicht ansehen muss. In  einem großen Wohnzimmer bieten sie vor der Hausbibliothek stehend eine wunderbare Ansichtsfläche und wecken das Interesse. Wie ironisch.

Hast du dich auch schon einmal mit dem Thema Hausbau oder gar Tiny Houses beschäftigt. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen oder Vorstellungen. Wenn ihr Tipps, Ideen oder Fragen habt, schreibt mir einen Kommentar oder eine Nachricht. Ich bin gespannt.