Zeitschriften? Das ist doch kein Buch! Da hast du wohl recht. Ich würde es trotzdem diesen Monat durchgehen lassen, da ich trotz Urlaub lediglich dazu gekommen bin meinen aktuellen Zeitschriftenstapel abzulesen. Was steckte da alles drin?

Meine Zeitschriftenliste umfasste diesen Monat:

  • Greenpeace Magazin 1/17
  • MAKE 1/17
  • National Geographic 1/17
  • National Geographic 2/17
  • GEO 1/17
  • GEO 2/17

Das sind die Abonnement, die wir gerade lesen (die MAKE lese nur ich). Warum haben wir so viele Abonnements? Das ist eine gute Frage. Die National Geographic haben wir von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen, die GEO haben wir aus irgendwelchen Gründen für 1 Jahr abonniert. Das Greenpeace Magazin haben meine Geschwister uns zu Weihnachten geschenkt und die MAKE ist meine eigene Entscheidung gewesen.

Warum lesen wir diese ganzen Zeitschriften?

Das ist eine berechtigte Frage und ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, was mir daran gefällt und was ich noch einmal überdenken muss. Bei Zeitschriften, wie GEO und National Geographic, finde ich spannend, dass man sich dadurch mit Themen beschäftigt, die normalerweise nicht in das eigene Blickfeld treten. Sie helfen entgegen aller Algorithmen uns etwas außerhalb unserer Internetfilterblase zu bewegen. Das hilft den Blick auf spannende Forschung und Geschichten offen zu halten und mit Bewunderung zu erleben, wie verschieden die Welt ist. Neue Entdeckungen erwarten uns mit jeder Zeitschrift und auch wenn nicht alle Themen ansprechend sind, so ist doch die Qualität der Artikel hoch und man kann in Zeiten von FAKE NEWS auf gut recherchierte Artikel hoffen. Und wunderbare Gesprächsthemen für einen Smalltalk ergeben sich nebenbei auch noch.

MAKE (eine Zeitschrift für Hobby-Bastler aus dem Hause Heise) und Greenpeace Magazin liefern und hingegen gezielter Informationen zu Themen, die uns ohnehin interessieren. Man kann sich in ihnen, wie in unzähligen Einrichtungszeitschriften, für den Alltag inspirieren lassen, bleibt auf dem aktuellen Stand und hat immer wieder ein neues Projekt.

Generell mag ich an Magazinen, dass sich die Artikel, je nach Zeit gut einteilen lassen, und man auch nicht unbedingt alles lesen muss, um folgende Artikel zu verstehen. Es sind geistige Happen. Was mir manchmal ein bisschen Sorgen macht, ist der wachsende Papierstapel in unserem Wohnzimmer. Wenn wir nicht bald daraus unsere Möbel bauen, dann werden wir den Kram essen müssen. Leider verhindern die Hochglanzcover das Wegschmeißen, sodass wir die Zeitschriften sammeln. Dabei erfährt ihnen das gleiche Schicksal, wie den meisten Büchern in deutschen Wohnzimmern. Daher werden wir wohl in unserem Kreis interessierte suchen, die mit eben soviel Freude auf neues uns die Zeitschriften abnehmen. Um von Vorhinein den Haufen kleiner zu halten, haben wir uns entschieden die GEO zu kündigen, da der Fokus ähnlich der National Geographic ist. Dann drücken die ungelesenen Zeitschriften nicht mehr so stark…

Aber mal zum Inhalt. Welche Artikel haben mir den gut gefallen?

Meistens sind die Titelartikel interessant. Dieses Mal war es die bunte Mischung aus Wikinger, Atmung, Luther, Kriegsroboter, Verschubtische und Alkohol. Aber auch die Artikel über Kleinkatzen, Klon-Hunde, Osterinseln und deutschlernende Flüchtlinge waren lesenswert. Dazu kommen die kleinen Rubriken, die man schnell zwischen durch weg liest oder die wunderbaren Bilder in die versinken kann. Wiederkehrende Kolumnen runden das Bild ab. Insbesondere die kommerzkritische Kolumne von Welzer (Welzer wundert sich, National Geographic) finden wir beide ansprechend.

Wie man sieht kann man einen ganzen Monat ohne direkt ein Buch in der Hand zu haben jede Menge Lesestoff auf andere Art und Weise bewerkstelligen. Nun kann ich mich wieder dickeren Wälzern zu wenden und ich habe da auch schon eine gute Idee… glücklicherweise kommen manche Magazin nur jeden zweiten Monat, da sollte nun etwas Luft sein.

Viele Grüße,

Gordian