Eine Photobox benötigt natürlich auch etwas an Elektronik, damit der ganze Spaß überhaupt erst funktioniert. Ich habe versucht, die Anforderungen an den „normalen“ Bastler so einfach wie möglich zuhalten. Damit sollte der Einstieg recht gut gelingen…

Was steckt also drinnen in dieser „Wunderbox“?

Diese Liste liest sich erst einmal recht kompliziert. Doch an die meisten Teile gelangt man ohne größere Probleme. Allein der Monitor wird schwerer zu besorgen sein. solltest du keinen kaputten Laptop haben, empfehle ich stark in der Verwandtschaft/Freundeskreis rumzufragen. Leider ist die Technik so schnelllebig, dass es immer ein ungenutzten/kaputten Laptop gibt, den du verwenden kannst. Im Notfall kannst du einen normalen Monitor nutzen. Der bringt sogar meist Netzteil und passende Anschlüsse mit.

Im roten Kasten steht die Monitornummer, anhand der kannst du das Treiberboard kaufen.

Im roten Kasten steht die Monitornummer, anhand der kannst du das Treiberboard kaufen.

Um das LCD Driver Board zu besorgen, kannst du dich mit der Monitornummer an die freundlichen Leute vom e-qstore wenden. Die werden dir das richtige Board und das passende Netzteil vorschlagen (wenn du ganz lieb fragst, gibt es sogar einen Studentenrabatt von 1-2€, was besser als nichts ist (besonders als Student)).

 

Das Zusammenspiel der Komponenten ist fast selbsterklärend. Zuerst kannst du deine SD-Karte mit einem aktuellen Raspian bespielen (eine Anleitung findest du hier). Danach kannst du deinen Hub an den Raspberry anschließen. An diesen Hub kommen der Bluetooth- und WLAN-Dongle. Damit du einfacher mit dem Pi arbeiten kannst, kannst du ebenfalls Maus und Tastatur dort anschließen. Es hilft auch später, wenn die USB-Ports des Pi nicht mehr gut zu erreichen sind. Der komplizierteste Teil der Elektronik ist das LCD Driver Board. Es besteht in der Regel aus mehreren Komponenten. Zum einen das Adapter-Board, die Stromversorgung für den Bildschirm und ein kleines Steuerboard (das ist optional). Beim Zusammenstecken (kein Löten notwendig) musst du lediglich aufpassen, dass du keine Stecker, die unter Strom stehen unachtsam irgendwo gegen hältst (wenn du die Netzteile als Letztes anschließt, kann das nicht passieren).

1) Raspberry Pi mit SD-Karte, 2) Pi Kamera, 3) LCD Driver Board, 4) Monitorsteuerungsboard

1) Raspberry Pi mit SD-Karte, 2) Pi Kamera, 3) LCD Driver Board, 4) Monitorsteuerungsboard

Schließe alle Netzteile an und schon kannst deine Elektronik testen. Für den Aufbau ist besonders interessant, wo du welche Teile hin haben willst, da du entsprechen lange oder kurze Kabel benötigst. Versuche deine Planung so genau wie möglich zu machen, um Kabel der passenden Länge zu besorgen. Zu lange Kabel stören beim Bauen und liegen herum. Zu kurze Kabel sind, naja, zu kurz. Eventuell musst du dann an den Kabeln ziehen oder die Kabel stecken nicht richtig fest. Unten siehst du, dass ich diese Erkenntnis hinterher hatte. Bist du fit mit Kabeln, dann kannst du sie passend für dich kürzen. Bei der Planung solltest du nicht nur die Komponenten platzieren, sondern ebenfalls die Kabelpfade mit berücksichtigen.

1) leerer Festplattenplatz, 2) USB-Hub mit WLAN- und Bluetooth-Dongle, 3) Steckerleiste mit Netzteilen, 4) Netzteil des Monitors und Kabelsalat

1) leerer Festplattenplatz, 2) USB-Hub mit WLAN- und Bluetooth-Dongle, 3) Steckerleiste mit Netzteilen, 4) Netzteil des Monitors und Kabelsalat

Um meine Elektronik relativ flexibel zu halten, habe ich sie auf zwei Brettern aufgeschraubt (siehe die letzten Bilder). Daher kann ich die ganze Elektronik durch bei abgeschraubter Rückwand entnehmen, ohne die Box auseinanderbauen zu müssen. Die Wärmeentwicklung der einzelnen Komponenten ist gering. Daher brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass die Kiste abfackelt. Sicherheitshalber kannst du aber oben an den Seiten kleine Löcher bohren, um die warme Luft abzuführen.

Das grobe Layout ist geplant, die Kabelpfade sind gelegt und das Holz ist fertig. Dann folgt der Festzusammenbau. Schraube die Komponenten mit kleinen nichtmetallischen Abstandshaltern auf das Holz. Das erlaubt zum einen eine bessere Luftzirkulation, aber auch eine einfachere Handhabung beim Austausch. Sind die Komponenten verschraubt (ich habe ganz urtümlich Holzschrauben verwendet), kommen die Kabel hinzu. Hast du zu lange oder überstehende Kabel, kannst du sie mit einigen Kabelbindern bändigen. Zu guter Letzt steckst du die USB-Dongles ein und schließt deine Eingabegeräte an.

Jetzt hast du basically einen kleinen Computer. Mit Maus und Tastatur kannst du deine Fotobox nutzen, wozu du immer auch willst. Erst mit dem nächsten Schritt der Software, werden wir die Fotobox-Funktion hinzufügen. Stay tuned…