Als mich am 12. März 2015 eine Nachricht meiner Schwester erreichte brach für mich eine kleine Welt zusammen. Terry Pratchett der Vater und Schöpfer der Scheibenwelt war an den Folgen einer posterioren kortikalen Atrophie gestorben. Und mit ihm wird die Entdeckung der unbekannten und doch vertrauten Scheibenwelt ein Ende finden. Für mich war das ein Schock …

..hatte ich doch viele Jahre zuvor angefangen seine Werke zu lesen.

Meine erste Schweibenweltromane “ Gevatter Tod“ und „Wachen! Wachen!“ (im Doppelband) hatte ich in einem Bücherwühltisch im heimatlichen Edeka gefunden. Meine Mutter wusste nicht, was sie mit dem Kauf dieses Buches für mich los treten würde. Nachdem ich einmal Tinte geleckt hatte, tauchte ich weiter ein in die wundervollen Welten zwischen Ankh-Morkpork und Überwald; tauchte ein in die fantasievollen Geschichte von Hauptmann Mumm, den Hexen von Lancre , Rincewind, den Zauberer, und den Gevatter Tod. Nicht nur der witzige Schreibstil, sondern auch die kritischen und ironischen Beobachtungen, die Terry Pratchett für die Rundwelt anstellte, machten die Bücher zu einem Lehrwerk der Menschen und Ereignisse.

Warum schreibe ich jetzt diese Zeilen? Es scheint nun ein Punkt erreicht zu sein, an dem ich besonders noch dem Autor danken möchte (auch wenn es nun zu spät ist) für die unzähligen Stunden voller versunkenem Lesen und fantastischen Vorstellungen. Diese Woche habe ich nach knapp 15.000 Seiten Scheibenweltliteratur in etwa 16 Jahren das letzte seiner Bücher, „The Shepherd Crown“, gelesen. Jetzt nach 16 Jahren durchfährt ein wohliger Schauer meinen Rücken, aber auch Beklemmung macht sich breit. Keine neuen Scheibenweltromane; keine Nachrichten mehr von den gerissenen, mutigen und (oft in übertragenem Sinne) menschlichen Charakteren.

Aber in meinem Inneren weiß ich, auch wenn Terry Pratchett nun bei seinem alten Freund dem Sensenmann ist. Eines kann ich über die Welt in meinem Geiste sagen, die der alte Knabe erschaffen hat …

…und sie dreht sich doch.

 

Thank you, Terry, and remember „Noli timere messorem“.