Mein ganzer Reichtum ist mein Lied.
– Georg Herwegh

Das was der Georg erkannt hat, ist eine Binsenweisheit der guten Gedanken, aber auch von der emotionalen Steigerung. Wer einen Film ohne Musik geschaut hat, wir sich nach dem Ende sehnen. Wie Glutamat, Salz oder Fette ein Gericht schmackhafter machen, so wirkt Musik auf unsere Emotionen. Vielmehr verbinden wir mit bestimmten Lieder und Melodien Erinnerungen und Stimmungen.
Warum sollten wir das nicht nutzen?

Musik ist ein ultimativer Stimulus für unser Gehirn. Schaut man sich die aktiven Gehirnregionen beim Musikhören an, findet man heraus, das es wir kein Musikzentrum im Gehirn haben [1,2]. Das Hören von bestimmten Lieder hat einen direkten Einfluss auf unser Verhalten und unsere Gemütslage. Wir leben in einer Zeit in der der Zugang zur Musik uneingeschränkt von Raum und Zeit existiert. Es gibt unglaublich viel Musik zu entdecken. zentral bei diesen Überlegungen ist, dass die Musik nicht zum Hintergrundrauschen verkommt. Zumindest den Beginn der Musik sollte wahrgenommen werden.

Es lohnt sich eine individuelle Musikbibliothek anzulegen, um diesen Reichtum heben zu können.  Stelle dazu folgende Überlegungen an:

Zuerst ist Musik als Stimmungsbarometer nutzbar. Welche Lieder hörst du gerade? Was assoziierst du mit diesem Lied? Das können die unterschiedlichsten Gefühle oder Wünsche sein, aber auch Orte, Personen oder Arbeiten. Es ist gut zu wissen, welche Lieder du mit was verbindest. Solltest du Verbindungen erkennen, dann notiere dir das. Je mehr Lieder du findest, desto besser kannst du variieren. Später können die Notizen ein wahrer Schatz sein, der dein Leben um vieles reicher macht:

  • Zu welcher Musik kannst du abschalten?
  • Welche Musik unterstützt deine Konzentration?
  • Hast du positive Erinnerungen, die an ein besonderes Lied gekoppelt sind?
  • Welcher Beat bringt dich zum Tanzen oder sorgt beim Sport für Motivation?
  • Welche Lieder hörst du zusammen mit deinen Freunden?
  • Hast du ein paar Lieder bei denen du zu gern mitsingst?
  • Welche Kompositionen bringen dich in gute Stimmung, welche halten dich in emotionalen Momenten?

Die Auswahl wird höchst individuell sein. Daher werden auch nicht alle Menschen deine Meinung teilen. Don’t care. Es ist deine Musik. Wenn du deine Musik mit jemanden teilen kannst, um so besser. Dann wird die gute Stimmung weitergegeben. Tipp: Finde Musik für deine Bibliothek, die dir und anderen gefällt, damit verbesserst du eure gemeinsame Zeit.

Meine (momentane) Musikbibliothek enthält:

Konzentration – Thomas Bergersen, Two Steps From Hell, Musik aus Computerspielen, Deep Purple

Entspannen – Howard Shore (Herr der Ringe, Hobbit), Blackmore’s Night, Dave Matthews Band,

Gute Laune – Bob Marley, Lonely Island, Dick Brave, irische Musik

Singen und Tanzen – Bobby McFerrin, Meghan Trainor, Gerhard Schöne, Reinhard Mey

Erinnerungen – viele einzelne Lieder ( z.B. Call me maybe – USA-Tour)

und viele viele weitere Musik.

Häufig ist die Frage wo kann ich neues entdecken bzw. wie komme ich an Musik für meine Bibliothek? Ein paar Tipps dafür:

Mit Musik lassen sich noch viele weitere Sachen anstellen. Dir ein Lächeln auf Gesicht zaubern, dich fesseln oder auch motivieren neue Dinge anzugehen.
Welche Musik sollte ich mir unbedingt einmal anhören? Was ist deine Gute-Laune-Musik? Welcher Musiker scheint dich zu verstehen?

Hinweis: Da wir in den nächsten Wochen unterwegs sein werden, wir es zum Thema Glücklich sein wahrscheinlich erst wieder ab April Beiträge geben. Dennoch versuche ich neue Beiträge zu anderen Themen zu erstellen. Stay tuned…


Referenzen
[1] Weinberger, Norman M. "Music and the Brain." Scientific American. September 2006
[2] Blood, Anne J. and Robert J. Zatorre. "Intensely pleasurable responses to music correlate with activity in brain regions implicated in reward and emotion." Proceedings of the Natural Academies of Sciences. Sept. 25, 2001. (May 15, 2009)