Weihnachten ist vorüber. Die Zeit zwischen den Jahren ist vorbei. Silvester ist gefeiert. Noch steht ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, doch die Nadeln fangen langsam an zu fallen. Das ist ein sicheres Zeichen, dass das neue Jahr Einzug gehalten hat. Nun erstreckt sich das Jahr 2016 wie eine weite Landschaft vor uns. Die Frage ist: Wohin wird es nun gehen?

Bevor wir uns dieser Frage zuwenden, werden wir zwei weitere zu beantworten haben:

  1. Woher kommen wir?
  2. Wo stehen wir?

Woher kommen wir?

Wir kommen aus dem Jahr 2015, sollte die einfache Antwort heißen. So einfach ist es leider nicht, da das Jahr mehr ist als eine Zahl. Was bedeutete das letzte Jahr für uns als kleine Familie Kabelitz?

Im Mai an der Neinstedter Teufelsmauer bei bestem Ausflugswetter

Im Mai an der Neinstedter Teufelsmauer bei bestem Ausflugswetter

Wenn ich das Jahr Revue passieren lasse, kommen viele schöne Erinnerungen wieder. Egal ob sich jemand die Zeit genommen hat kurz oder länger vorbeizuschauen, über Besuch konnten wir uns neunmal freuen. Besuche fanden wir stets gut, nicht nur um gemeinsame Erinnerungen aufzufrischen, sondern vor allem gemeinsam etwas zu genießen. Wir merken immer wieder, dass wir uns mit dem Umzug nach Mannheim geographisch an den Rand unserer Kreise bewegt haben. Deshalb freuen wir uns umso mehr über die Besuche.

 

Das Jahr 2015 stand bei uns sehr im Zeichen des Spielens. Wir können inzwischen auf mehrere Spielrunden zurückgreifen, die durch ihre unterschiedlichen Interessen Abwechslung in unser großes Hobby bringen. Da gibt es die Gruppe von Kristins Kollegen, ein befreundetes Ehepaar im gleichen Haus, die Arbeitskollegen von Gordian, eine Pen&Paper-Spielerunde im Nachbarort und die Spieler aus der Gemeinde, aber auch alte Bekannte, die gerne auf ein Spiel vorbeischauen. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Danke an dieser Stelle an alle, die gerne mitspielen.

Der dritte Punkt, der unser Jahr bereichert hat, sind die langen und kurzen Reisen, die wir angetreten haben. Von hier aus gehen die meisten Reisen in den Norden was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, wo uns das Leben bisher hin verschlagen hat. Kurzbesuche in Halberstadt, Hadmersleben, Magdeburg, Teutschenthal, Wernborn, Weißenfels, Lübeck, Eggerode, Hameln, Diemarden uvm. ließen uns die geschätzten Kilometer für die Autoversicherung schnell überschreiten. Dennoch haben sich die Besuche für uns häufig ausgezahlt – in Zeit mit Freunden und Familie.
Unsere Südreisen gingen in den Schwarzwald (auf den Feldberg) zum Wandern und an den Bodensee zum Segeln. Diese beiden Entdeckungstouren haben uns Lust gemacht mehr und mehr den Süden Deutschlands zu erkunden.
Als größere Reisen hat es uns dieses Jahr nach Schottland auf eine Wanderung entlang des Speyside Weges und nach Irland geführt, wo wir uns auf einer Hausboottour am irischen Grün sattsehen konnten. Zu diesen Reisen könnt ihr auf unserer Galeriewebseite ein paar Eindrücke bekommen.

Ein Held vor dem Lough Tay in Iden Wicklow Mountains

Ein Held vor dem Lough Tay in den Wicklow Mountains

Das Jahr 2015 hat uns die Zeit und Möglichkeit gegeben uns eine Gemeinde zu suchen, mit denen wir unseren Glauben leben wollen. Die freie evangelische Gemeinde in Mannheim hat uns mit offenen Armen empfangen und wir können auf eine Reihe an gemeinsamen Aktivitäten und Gottesdiensten zurückblicken. Nicht nur, dass es weitere Ehepaare in einem ähnlichen Lebensabschnitt, wie den unseren, gibt, sondern auch unser lebendiger Hauskreis, lässt uns in der Gemeinde wohlfühlen. Dafür sind wir nach fast einem Jahr der Suche sehr dankbar.

Kristin mit Rucksack auf der Speyside Wanderung

Kristin mit Rucksack auf der Speyside Wanderung

Kristin hatte dieses Jahr viel Freude an der Arbeit mit Textilien. Besonders das Nähen und Stricken sind für sie ein entspannender Ausgleich zur Arbeit geworden und sie konnte mit ihren Babyhosen so manche junge Mutter erfreuen. Auch stapelten sich auf ihrem Schreibtisch Berge von Fotos, die darauf warteten in Alben eingeklebt zu werden. Wenn ihr vorbeikommt, freut sie sich sicher euch ihre Fotoalben zu zeigen.
Das größte Desaster dieses Jahr war wohl für meine Meisterkonditorin der Ausfall des Backofens kurz vor der Weihnachtssaison (Glück für die Waage…).

Ich habe dieses Jahr weiterhin an meiner Doktorarbeit zum Thema Bildregistrierung gearbeitet. Es war zwar streckenweise ein hartes Stück Arbeit, doch so langsam sieht man die Fortschritte. In der Freizeit bin ich unterschiedlichsten Hobbies und Interessen nachgegangen. Solltest du dich auf der Webseite umgeschaut haben, dann hast du sicher schon drei davon entdeckt. Das Bierbrauen, die Fotografie und dieser Blog. Meine Technikbegeisterung führt mich immer wieder zu neuen Projekten und Ideen, die ich spannend finde. Sowohl im Programmieren als auch in der einfachen Elektrotechnik habe ich letztes Jahr etwas ausprobiert.

Damit möchte ich das Jahr 2015 abschließen und viele Erlebnisse und Begegnungen ungenannt lassen. Denn es war ein volles und facettenreiches Jahr, das prall gefüllt mit Arbeit und Freizeit zwar schnell verging, aber nicht den Charakter hatte, dass es leer war.

Wo stehen wir?

Wir stehen am Rande eines Lebensabschnittes, der uns viele Optionen bietet und uns über unsere Wünsche und Vorstellungen nachdenken lässt. Unsere Reisekasse ist prall gefüllt, das Spielregal steht kurz vor dem Bersten, der Fotografiefinger ist nicht mehr wund, die Nähmaschine gut geölt, der Ofen funktioniert wieder (Gott sei Dank!), der Computer ist geupgradet, im Süden gibt es viel Neues zu entdecken, die Freundeskreise lauern schon auf gemeinsame Aktivitäten, die Holzwerkzeuge sind gewetzt, das Auto rundum gecheckt, der Kühlschrank voll, Einladungen haben wir auch bereits erhalten und das Bücherregal erfreute sich an einigen Neuzugängen. Und doch ist die Zeit das beschränkende Limit und ein kostbares Gut (eine der großen Erkenntnisse des Älterwerdens).

Wohin geht es?

Wir haben einen guten Standpunkt von dem wir in das neue Jahr starten. Geplant ist eine große Reise: Neuseeland. Uns als Freunde der Tolkienschen Lektüre und des Jacksonschen Filmgenusses zieht es an das andere Ende der Welt. Die Planung läuft seit Monaten und bald wird es soweit sein.

Einige Höhepunkte werden die Hochzeiten von unseren Freunden werden. Da wir uns zum einen mit den werdenden Ehepaaren freuen, als auch die Aussicht auf das Zusammenkommen mit unseren Freundeskreisen uns diese Ereignisse mit Spannung erwarten lassen. Auch der geplanten Familienereignisse schauen wir mit Spannung entgegen.

Wir wollen unser lokales Engagement verstärken und uns in Gemeinde und Freundeskreis weiterhin als Botschafter des geselligen Spieles verstehen. Neben neuen Spielen kennenlernen wollen wir unseren bisherigen Bestand bespielen und mehr Menschen für dieses wunderbare Hobby gewinnen.

Gesellschaftlich bringt das kommende Jahr große Herausforderungen. Handelsabkommen, wie TTIP und CETA stehen kurz davor im Schatten der Flüchtlingskrise durchgewunken zu werden. Wir wollen darauf aufmerksam machen und unsere Mitmenschen dazu anhalten, sich mit der Politik auseinanderzusetzen. Auch gegen den Rechtsruck in der Bevölkerung gilt es Zeichen zu setzen.

Ich hoffe, dass ich dieses Jahr mit diesem Blog für dich die Möglichkeit schaffe in unser Leben einen Einblick zu geben. Dazu werde ich es hoffentlich regelmäßig schaffen einen kleinen Beitrag zu schreiben, der entweder unser Leben oder eines unserer Projekte zum Thema hat. Auch über Ideen oder andere interessante Neuigkeiten möchte ich hier berichten.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr und wünschen allen Lesern, Familie und Freunden ein wunderbares 2016.

Mit lieben Grüßen,
Gordian (mit Kristin)